

Die Künstlerpersönlichkeit
Im Fokus.
- Ensemble
- (ehemals) Wiener Staatsoper, Opernhaus Zürich, Staatsoper Hamburg, Oper Köln
- Freischaffend
- Bayreuther Festspiele, Teatro alla Scala di Milano, Teatro dell’Opera di Roma, Danish National Symphony Orchestra
Der bayerische Bass Andreas Hörl studierte bei Kurt Moll an der Kölner Musikhochschule und vertiefte seine Ausbildung in Meisterkursen bei Mechthild Gessendorf, Reinhard Leisenheimer, Jan-Hendrik Rootering, Harald Stamm und Hermann Winkler. 1999 wurde er in das Internationale Opernstudio der Staatsoper Hamburg aufgenommen und begann damit seine professionelle Laufbahn. Zu seinen frühen Einspielungen zählen Eremit in Der Freischütz für den WDR unter Bruno Weil und seine Mitwirkung an Königskinder mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher.
Von 2001 bis 2005 gehörte Herr Hörl dem Ensemble der Staatsoper Hamburg an, anschließend für zwei Spielzeiten jenem der Oper Köln. Früh debütierte er in führenden Basspartien, darunter Baron Ochs in Der Rosenkavalier in Bremerhaven (2004) und Landgraf in Tannhäuser in Minden (2005). Von 2007 bis 2012 war er Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich und wirkte dort unter anderem in La Bohème mit Jonas Kaufmann und Barbara Frittoli, Le Cid mit José Cura und Don Giovanni mit Anna Netrebko mit. Von 2012 bis 2014 war er an der Wiener Staatsoper engagiert und sang dort Rollen wie Sarastro, Titurel, Komtur, Warlaam sowie Dachs und Pfarrer in Das schlaue Füchslein.
Seit 2015 ist Herr Hörl freischaffend tätig. Unter Kirill Petrenko debütierte er als Fafner in Das Rheingold und Siegfried in Frank Castorfs Ring des Nibelungen. Im selben Jahr sang er Titurel in Parsifal für Kinder. Am Teatro alla Scala debütierte er unter Ingo Metzmacher als Erster Handwerksbursche in Wozzeck; am Teatro dell’Opera di Roma trat er unter Daniele Gatti als König Marke in Tristan und Isolde auf. Seither kehrte er für Die Meistersinger von Nürnberg und Der Ring des Nibelungen nach Bayreuth zurück und wirkte in Odense mit dem Danish National Symphony Orchestra an einem im Fernsehen übertragenen Ring-Zyklus mit.
Herr Hörls Opernrepertoire umfasst unter anderem Sarastro, Osmin, Baron Ochs, König Marke, König Heinrich, Hagen, Warlaam, Ramfis, Kaspar und der Einsiedler. Als engagierter Interpret zeitgenössischer Musik und des Repertoires des 20. Jahrhunderts sang er zudem Werke von Henze, Hartmann, Eötvös und Berio. Sein Konzertrepertoire umfasst bedeutende geistliche Werke von Bach, Haydn, Mozart, Schubert, Verdi und Rossini.
Er arbeitete mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammen, darunter Claudio Abbado, der ihn für Tristan und Isolde mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Salzburg und anschließend in Tokio engagierte. Zu seinen jüngsten und bevorstehenden Auftritten zählen Sarastro in Die Zauberflöte und Hans Schwarz in Die Meistersinger von Nürnberg.
Auf der Bühne
Kunst in Bewegung.
Andreas Hörl : "Götterdämmerung - Die Wacht", 2019
Ausgewählte AufnahmeAuf YouTube ansehen ↗Andreas Hörl : "Rosenkavalier", 2019
Ausgewählte AufnahmeAuf YouTube ansehen ↗