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Die Künstlerpersönlichkeit
Die niederländische Sopranistin Jessey-Joy Spronk gehört seit 2022 zum Ensemble des Harztheaters. Zu ihren dortigen Partien zählen Sieglinde in Die Walküre in der Spielzeit 2025/26, Violetta in La traviata, die Titelpartie in Rusalka, Freia in Das Rheingold und Mimì in La bohème. 2025 sang sie außerdem Elle in Poulencs La voix humaine bei den Wernigeröder Schlossfestspielen. Für die Spielzeit 2026/27 sind am Harztheater Agathe in Der Freischütz, Franziska in Das Wirtshaus im Spessart und Fedora Palinska in Die Zirkusprinzessin angekündigt.
Neben der Oper nimmt die Operette einen festen Platz in ihrem Repertoire am Harztheater ein. Dort war sie unter anderem als Sylva Varescu in Die Csárdásfürstin und Evelyne Valera in Maske in Blau zu erleben. Weitere Partien am Haus sind Helena in Brittens A Midsummer Night’s Dream und die Erste Dame in Die Zauberflöte.
Ihr Operndebüt gab Frau Spronk 2016 mit O.M.E.G.A. Musica in Castelfiorentino als Violetta, nachdem sie die Partie beim internationalen Wettbewerb der Organisation gewonnen hatte. Es folgten erste Preise bei der German International Opera Competition von Opera Classica Europa, beim Concorso Evan Gorga in Italien und beim fünften Simone-Alaimo-Belcanto-Wettbewerb in Sizilien. Aus diesen Erfolgen gingen weitere Violetta-Engagements und Konzertauftritte hervor. 2022 gab sie mit der Partie beim Festival Classique in Den Haag ihr niederländisches Debüt; sie sang sie außerdem bei Opera Compact.
An der Oper Leipzig debütierte sie 2021 als Helmwige in Wagners und Loriots Der Ring an einem Abend und kehrte 2022 für die vollständige Walküre zurück. Bei Opera Classica Europa übernahm sie Micaëla in Carmen, Hanna Glawari in Die lustige Witwe und Mimì in La bohème. Auf dem Konzertpodium trat sie als Sopransolistin in Verdis Requiem auf.
Nach ihrem Abschluss an der Hochschule Codarts Rotterdam im Jahr 2016 setzte Frau Spronk ihre Ausbildung bei privaten Lehrkräften in den Niederlanden und Deutschland fort. 2019 besuchte sie Dolora Zajicks Institute for Young Dramatic Voices in Nevada und arbeitete dort mit Zajick, Luana DeVol und John Parr. Weitere Impulse erhielt sie bei der Opernwerkstatt Festival der jungen Stimmen in der Schweiz mit Andreas Kriegenburg und Roland Böer. 2026 wurde ihr ein Stipendium der Richard-Wagner-Stipendienstiftung zuerkannt.